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Das Lippstädter Magazin "Leitplanke" zur Premiere von "Adolphinum - all inclusive" am 7.11. 2014:

"Alles klar, ...

.. Herr Kommissar?" Was den kommissarischen Adolphinum-Schulleiter Willi R. Lass (Andreas Boxhammer) anlangt, lautet die Antwort natürlich: Nein! Im jüngsten schulpolitischen daktiker-Programm „Adolphinum - all inclusive“, das am 07.11. auf der ausverkauften Studiobühne Premiere feierte, lässt er sich mit dem vagen Versprechen auf Entfristung von der Bezirksregierung ködern, deren ambitionierten Vorstellungen von einer Modellschule umzusetzen (ohne zusätzliche Mittel, versteht sich). Die hohen Herren aus Arnsberg, die für das pädagogische Fußvolk notorisch unerreichbar sind, wollen sogar die altehrwürdige Adolphinum-Schulhymne political correct ändern!

Auslöffeln dürfen die Suppe größtenteils die Lass-

Getreuen Hildegard Lengowski (Brigitte Lämbgen), Volker Müller-Liebenstreit (Hermann-Josef Skutnik) und Karl-Eduard Krick (Hans-Peter Königs). Letzterer übernimmt als pädagogischer John Maynard sogar kurzfristig das Ruder am Adolphinum, kommt angesichts vieler unangenehmer neuer Verpflichtungen aber schnell zu dem weisen Entschluss, dass er wohl doch besser weiter konsequent das rettende Ufer Vorruhestand ansteuern sollte.

Praxisfremde Vorgaben, karge Mittel, ignorante Smartphone-Schüler und energische Hubschrauber-Eltern, die ihren lieben Kleinen sofort mit dem Anwalt beispringen, wenn sie sich Ungemach eingebrockt haben, das ist alles bestimmt nicht lustig - außer die daktiker machen ein Kabarettprogramm draus.

„Adolphinum - all inclusive“ darf sogar als ein überaus gelungenes gelten, bei dem Müller-Liebenstreits optimierte Dokumentation einer Fontane-Interpretation à la Krick wohl das absolute Highlight darstellte. Auch musikalisch wurde mächtig gepunktet, vom Rap über die coole Socke Maynard (Lämbgen / Boxhammer) bis zu Kricks rockigen Bekenntnissen eines pädagogischen Magiers ganz alter Schule zu den Tönen von „Pinball Wizard". Und für alle leidgeprüften Lehrer/innen gab es zum Schluss noch den tröstlich-trotzigen Song "Gegen die Flut" (auf die Melodie "Mighty Quinn"), auch wenn einem bei dem allgegenwärtigen Schulwahnsinn das Lachen vergeht, gemeinsam wird man es doch schaffen, irgendwie...

Günter Brandt

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